Stadttauben - das große Interesse unserer Tochter


Tauben sind nicht gerade die Lieblingstiere der meisten Menschen. Im Gegenteil, sie werden oft als Plage oder Krankheitsüberträger gesehen und lösen bei einigen Menschen sogar Ängste aus.

Ich selbst habe den Tauben bisher ebenfalls nicht so viel Beachtung geschenkt und sie nur am Rande wahrgenommen. Doch seitdem Elena mir durch ihr Interesse die Tauben näher gebracht hat und ich diese mit anderen Augen betrachte, habe auch ich plötzlich Bezug zu diesen Tieren.

Mir war nicht bewusst, dass es sich bei vielen Tauben um ausgesetzte oder entflohene Haustiere handelt, die obdachlos sind und sich ein Zuhause wünschen.

Nämlich einen Taubenschlag! Dass sie wegen des falschen Futters Durchfall bekommen und deshalb die Häuser verschmutzen. Denn Tauben sind Körnerfresser und hätten von Natur aus einen festen Kot, den der Wind einfach verwehen würde. Vielen Tauben geht es daher wirklich nicht gut, sie sind geschwächt, haben unschönes Gefieder oder verfangen sich in Schnüren, was ihnen wehe Beine bereitet.

Elena betrachtet die Tauben jeden Tag, sie beobachtet ihre Gewohnheiten, ich kann ruhig behaupten, sie studiert sie förmlich. Dabei ist ihr natürlich aufgefallen, dass viele Tauben bedürftig sind. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Tauben von Schnüren zu befreien. weil die Tiere im schlimmsten Fall sonst sogar Zehen oder ganze Beine verlieren können.


Ein schrecklicher Gedanke, oder?

Elena hat daher ihre eigene Fangtechnik entwickelt und kann tatsächlich mit bloßen Händen verletzte Tauben einfangen. Sie hat schon vielen Tauben die Beine entschnürt. Es ist eine Kunst, die viel Präsenz erfordert. All ihre Sinne sind geschärft. Jede ihrer Bewegungen wird mit bedacht ausgeführt. Die Taube immer im Blickfeld. Mit Körnerfutter lockt sie die Tauben nahe an sich heran, und wenn der passende Moment gekommen ist, packt sie schnell zu.

Ich stehe meistens ein paar Meter neben ihr und tauche mit ihr ein in diese hohe Konzentration. Ich bin Mitbeobachterin und Beschützerin und werde selbst ganz zentriert.

Und genau hier liegt der Große Gewinn: wahrnehmend zu sein!

Denn wir fühlen uns nur dann richtig wohl, wenn wir uns selbst und die Umgebung gut spüren und mit all unseren Sinnen erfahren. Wir fühlen uns wach und voller Freude und sind im Fluss des Lebens, wo alles mit Leichtigkeit fließt. Darum schätze ich Elenas Aufgabe sehr und freu mich darüber, dass sie ihr eigenes Werkzeug, ja diese tolle Ressource für sich entwickelt hat.

Vielleicht hat dich mein Text angesprochen und du möchtest auch einmal einer Taube helfen? Oder du möchtest dich deiner Angst vor Tauben stellen?

Wir nehmen dich gerne mit!

Elena freut sich, ihre gesammelten Erfahrungen auch praktisch weiterzugeben. Mach dir einfach einen Termin mit uns aus!

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Melanie Hetterich

Österreich, Wien   0676/7738977               

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