Gedanken für einen kalten Tag
- Melanie Hetterich

- 1. Feb.
- 1 Min. Lesezeit

Es ist kalt draußen und ich bin müde. Meine innere Mutter spüre ich kaum, obwohl sie mich über Wochen so gut begleitet hat.
Über Wochen habe ich meine Kraft gespürt und jetzt macht es den Anschein,
als würde ich schwach werden.
Aber ist das wirklich so?
Da ist ein Wunsch in mir... ein Bild von etwas, das ich gerne schon hätte.
Am liebsten wäre ich schon dort.
Aber da sind Schritte, die gegangen werden müssen.
Sie lassen sich nicht überspringen.
Ein Auslassen würde das, was ich mir wünsche, verwässern oder sogar die Gefahr mit sich bringen, dass alles wieder kippt.
Also sitze ich da und lasse mich gehen.
So wie bei einem guten Brot… es braucht Zeit,
und gehen lassen gehört dazu.
Es ist keine Schwäche, sondern ein wichtiger Prozess.
Ich rede mir nichts schön. Ich habe Gefühle wie Traurigkeit und Ungeduld.
Je mehr ich mir erlaube, mich gehen zu lassen, desto mehr Raum bekomme ich.
Desto mehr kann ich atmen und für mich da sein.
Und plötzlich nehme ich sie wieder stärker wahr... meine innere Mutter, die mich liebevoll hält und schweigt. Die nicht beschwichtigt oder tröstet, sondern einfach nur da ist. Wie heilsam! 💛
Ich bin jetzt bereit für eine Tasse Tee....
und du? ☕



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