Warum es manchmal so schwer ist, einfach ich zu sein.
- Melanie Hetterich

- 31. Jan.
- 1 Min. Lesezeit

Wir Menschen sind soziale Wesen.
Das ist uns von Natur aus in die Wiege gelegt.
Kein Wunder…. ohne Gemeinschaft kein Überleben.
Stell dir vor, du lebst in deinem Clan und wirst verstoßen.
Das nächste Raubtier frisst dich.
Alleine sind wir schutzlos.
Wir können weder besonders schnell laufen,
noch haben wir scharfe Krallen oder Zähne.
Seit es uns Menschen gibt, haben wir deshalb zwei große Stärken:
Kooperation und Spiel.
Zusammen sind wir stark.
Und im Spiel sind wir erfinderisch und kreativ.
Gemeinschaft ist unser größtes Licht
und gleichzeitig unser größter Schatten.
Denn dazugehören bedeutet oft, sich anzupassen.
Abweichung kann Ausschluss bedeuten.
Und tief in uns wissen wir: Ausschluss war einmal lebensgefährlich.
Ein weiterer Schatten:
Wir sind die Guten.
Die anderen sind die Schlechten.
Weil sie anders denken, anders fühlen, anders leben.
Im schlimmsten Fall führt das zu Krieg.
Wir Menschen entwickeln uns weiter.
Und doch hallen die Erfahrungen unserer Vorfahren
bis in unsere moderne Welt nach.
Um mit all dem umzugehen, haben wir Systeme geschaffen:
Familie, Geld, Bildung, Religion, Staatlichkeit.
Sie geben Orientierung und Sicherheit.
Und sie können gleichzeitig einschränken.
Machtmissbrauch ist in all diesen Systemen zu finden.
Warum ich so weit ausgeholt habe?
Weil ich mir selbst zu erklären versuche,
warum es manchmal so schwer ist, den eigenen Weg zu gehen.
Warum es manchmal so schwer ist,
die eigene Meinung zu sagen.
Warum es manchmal so schwer ist,
einfach nur ich zu sein.



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